Glossar
Bei einem Cortijo handelte es sich ursprünglich um eine Art ländlischer Lebensraum, der zum Einen aus Wohnräumen und zum Anderen aus Nebengebäuden bestand, die der Bewirtung des Landes dienten.
Früher wohnten hier der Gutsheer mit seiner Familie sowie alle Arbeiter, welche gemeinsam das Ackerland bestellten.
Das Wort Cortijo stammt aus dem lateinischen “cohorticulum” und bedeuetet in diesem Zusammenhang “Hof” bzw. “Innenhof” (Patio), da die Bebauung aus miteinander verbundenen Innenhöfen besteht.
Die ländlisch gelegenen Cortijos sind eng mit der Geschichte Andalusiens verbunden. Die Glanzzeit der Cortijos war im 18. Jahrhundert. Viele dieser Gebäude – auch unsere Hotels – stammen aus dieser Zeit.
Einen Cortijo betritt man stets durch ein großes Tor, welches häufig mit einem Kreuz versehen ist. In der Regel sieht man auch eine Niche mit einem Heiligenbild.
In den “Patios” (Innenhöfen) gibt es Bänke oder Sitze, die mit den typischen andalusischen Keramik-Fliesen versehen sind.
Früher dienten die Cortijos ausschließlich der Landwirtschaft. Hier wurden Oliven- und Orangenhaine bewirtschaftet, Wein hergestellt oder auch die berühmte andalusische Stierzucht betrieben.
In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Cortijos in geschmackvolle Landhotels umgewandelt. Die große Tradition und Geschichte dieser wundervollen Güter spürt man noch heute.
Eine Hacienda war früher im weiteren Sinne eine Wirtschaftsform des Kolonialsystems Spanien. Sie besteht aus einem in aller Regel sehr edlen Hauptgebäude sowie weitläufigem Land.
Haciendas sind gekennzeichnet durch einen prächtigen Tor-Eingang, einen großen Innenhof, sowie in aller Regel einen Turm, der an das Hauptgebäude angrenzt.
Haciendas produzierten aus Ihrer Landwirtschaft selten Produkte für den Export als vielmehr für die Selbstversorgung.
Generell wohnte in Haciendas die wohlhabende Schicht des Landes. Auch heute handelt es sich bei den meisten Haciendas, die in Landhotels umgewandelt wurden, um luxeriöse Unterkünfte.
Andere wurden zu sehr geschmackvollen Reiterzentren umgebaut, in denen man diese großer andalusische Tradition in einem geschichtsträchtigen Umfeld erlernen kann.
Finca ist ein weit verbreiteter Begriff in Spanien. Auch in Deutschland ist der Begriff “Finca-Urlaub” in aller Munde.
Grundsätzlich handelt es sich bei einer Finca jedoch nur um ein Stück Land, mit oder ohne Haus.
Früher wohnten hier die Bauern mit Ihrer Familie und bewirteten das Land.
Insbesondere vor den Zeiten der Industrialisierung hatte dieses Gut einen immensen ökonimschen Wert.
Heute wird die Bezeichnung Finca etwas ertweitert verwendet. So bezeichnet man mittlerweile nahezu jedes Bauernhaus mit einem Stück Land als eine Finca.